Größte Rettungswache der Region entsteht in Glauchau

Die Bauarbeiten an der Siemensstraße im Gewerbegebiet haben begonnen.

Doch bis der gesamte Komplex in Betrieb gehen kann, vergeht noch mehr als ein Jahr.

VON STEFAN STOLP

Für die neue Rettungswache in Glauchau wird das Areal derzeit hergerichtet. Foto: Andreas Kretschel
Für die neue Rettungswache in Glauchau wird das Areal derzeit hergerichtet. Foto: Andreas Kretschel

Und wieder ackern sich Baumaschinen durch den Boden in Glauchaus Gewerbegebiet. Nachdem der Batteriehersteller Triathlon und sein Servicepartner Ubatt neu gebaut hatten und das Logistikunternehmen Drefu sich erweiterte, wird nun an der Siemensstraße 10 neben der Bäckerei Förster gearbeitet. Dort entsteht aber keine Produktionsstätte oder Lagerhalle, sondern die neue Rettungswache, die die beiden jetzigen in Meerane und Glauchau ablösen soll. „Das wird die größte Rettungswache, die wir je gebaut haben“, sagt Jens Leistner, Gesch.ftsführer im Rettungszweckverband Südwestsachsen. Die Erdarbeiten für das Projekt haben begonnen. Wie Jens Leistner sagt, wird jetzt das Areal entsprechend hergerichtet. Im Frühjahr 2018 sollen die Rohbauarbeiten, wofür momentan die Ausschreibung läuft, beginnen. „Sobald es die Witterung erlaubt, fangen wir mit dem Rohbau an“, sagt der Geschäftsführer. Noch in der ersten Hälfte des Jahres 2018 soll Richtfest gefeiert werden. Endgültiger Fertigstellungstermin ist der Dezember 2018. Neben der eigentlichen Rettungswache sind auch eine Garage mit Waschhalle sowie ein Sozialtrakt vorgesehen. Die Fahrzeughalle wird mit einer Grundfläche von 765 Quadratmetern errichtet. Dort wird einmal Platz für 16 Fahrzeuge sein. Es handelt sich dabei um Rettungstransportwagen, Krankentransportwagen und Notarzteinsatzfahrzeuge. Zudem entstehen Stellplätze für Reservefahrzeuge und Waschhalle. Hinter der Fahrzeughalle wird –ebenfalls als Flachbau – ein Sozialgebäude mit einer Grundfläche von 668 Quadratmetern errichtet. Die Gesamtinvestition beläuft sich laut Jens Leistner auf etwa 2,8 Millionen Euro. Darin ist auch der Kauf der Fläche enthalten. Die Rettungswachen, die vom Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) betrieben werden, befinden sich bislang noch an zwei Standorten: An der Plantagenstraße in Glauchau und am ehemaligen Krankenhaus in Meerane. Sie können nach der Fertigstellung des Neubaus stillgelegt werden. Ursprünglich war vorgesehen, bereits im Frühjahr 2017 mit dem Bau der Rettungswache zu beginnen. Doch in der Vorbereitungsphase hat es laut Leistner zahlreiche Detailabstimmungen geben müssen. Das habe schließlich länger gedauert als ursprünglich geplant. Der Streik des Rettungsdienstes im DRK-Kreisverband Glauchau hatte mit den Verzögerungen nichts zu tun.

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